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Eine Kerndämmung im Altbau ist eine effektive Lösung, um genau das zu verbessern. Besonders bei Gebäuden mit zweischaligem Mauerwerk kann durch die Einblasdämmung eine deutliche Energieeinsparung erreicht werden – ohne aufwändige Umbauten oder Eingriffe in die Optik.

Aber: Nicht jeder Altbau eignet sich automatisch. Worauf Sie achten sollten, erklären wir in diesem Beitrag.

Was versteht man unter Kerndämmung im Altbau?

Bei der Kerndämmung wird Dämmstoff in den Hohlraum zwischen der inneren und äußeren Wand (meist bei zweischaligem Mauerwerk vorhanden) eingeblasen. Diese Hohlraumdämmung im Altbau ist besonders effektiv, wenn keine oder nur eine geringe Dämmung vorhanden ist.

Typisch für viele Altbauten ab ca. 1920 ist eine Bauweise mit:

  • Klinkerfassade außen
  • Luftschicht als Puffer
  • Tragende Innenwand aus Mauerwerk

Der Luftspalt, der früher zur Feuchtigkeitsregulierung diente, wird heute durch die Einblasdämmung energetisch genutzt.

Eignung prüfen: Ist mein Altbau für Kerndämmung geeignet?

Bevor Sie eine Dämmmaßnahme planen, sollten Sie prüfen (lassen), ob Ihr Haus für Kerndämmung geeignet ist. Typische Anzeichen:

  • Baujahr zwischen ca. 1920 und 1980
  • Zweischaliges Mauerwerk oder Klinkerfassade
  • Keine (oder nur schwache) vorhandene Dämmung
  • Keine gravierenden Schäden an der Außenfassade

Ein Fachbetrieb wie Pluimers kann mithilfe von Thermografie oder Endoskopie den Wandaufbau untersuchen und beurteilen, ob eine Einblasdämmung im Altbau möglich und sinnvoll ist.

Worauf muss man besonders achten?

Feuchtigkeit & Schlagregenbelastung

Die Außenwand muss intakt und trocken sein. Bei stark bewitterten Fassaden kann ein Schlagregenschutz notwendig sein, um das Dämmmaterial zu schützen.

Setzungssicherheit

Das Dämmmaterial muss sich gleichmäßig und dauerhaft stabil im Hohlraum verteilen – ohne abzusacken. Dafür sind sowohl Materialqualität als auch fachgerechter Einbau entscheidend.

Lüftungsverhalten

Eine dichte Gebäudehülle verbessert die Energieeffizienz – aber: Lüftung ist entscheidend! Besonders in Altbauten sollte das Lüftungsverhalten angepasst werden, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Fassadenmaterial

Ob Putz, Klinker oder Sichtmauerwerk – das Material bestimmt Bohrtechnik und Dämmstoffauswahl mit. Eine saubere Verarbeitung ist hier entscheidend.

Welche Materialien eignen sich besonders für Altbauten?

Je nach Wandaufbau, Feuchtesituation und Dämmziel kommen verschiedene Materialien zum Einsatz:

  • EPS-Perlen (Polystyrol)
      • Sehr gute Dämmwerte, preiswert, wasserabweisend
      • Ideal für trockene, standardisierte Wandaufbauten
  • Perlite
      • Natürlich, diffusionsoffen, nicht brennbar
      • Gut bei feuchtesensiblen Altbauwänden
  • Mineralwolle (Glas- oder Steinwolle)
    • Hervorragender Brandschutz, schalldämmend, diffusionsoffen
    • Ideal für mehrgeschossige Altbauten oder bei Brandschutzanforderungen

Welche Vorteile bringt die Kerndämmung im Altbau?

  • U-Wert verbessern:

Beispiel: von 1,4 auf 0,4 W/m²K – das spart massiv Energie

  • Heizkosten senken:

Bis zu 25 % Ersparnis möglich – je nach Ausgangssituation

  • Wohnkomfort steigern:

Weniger Zugluft, konstante Temperaturen, keine kalten Wände

  • Feuchteschutz & Schimmelprävention:

Warme Innenwände beugen Kondensat & Schimmelbildung vor

  • Wertsteigerung der Immobilie:

Ein besserer Energieausweis ist bei Verkauf oder Vermietung ein klarer Vorteil

Rechtliche & finanzielle Aspekte

  • GEG (Gebäudeenergiegesetz):

Altbauten unterliegen bestimmten Nachrüstpflichten – z. B. Dämmung oberster Geschossdecke oder bei Sanierungen der Außenwand

  • Förderungen:

Die Kerndämmung im Altbau ist über die BAFA (BEG Einzelmaßnahmen) förderfähig (bis zu 20 % Zuschuss)

  • Steuerbonus:

Alternativ können 20 % der Sanierungskosten über drei Jahre steuerlich geltend gemacht werden

Wichtig: Förderungen sind nur bei Ausführung durch einen Fachbetrieb und vor Antragstellung möglich!

Energieeffizient sanieren – mit dem richtigen Partner

Die Kerndämmung im Altbau ist eine kosteneffiziente Möglichkeit, um die Dämmung der Außenwand zu verbessern, den U-Wert zu senken und den Wohnkomfort deutlich zu steigern – ohne große Baustelle, in kürzester Zeit und mit staatlicher Unterstützung.

Doch gerade bei Altbauten gilt: Nicht jedes Gebäude ist automatisch geeignet – und nicht jeder Betrieb auf Altbausanierung spezialisiert.

Lassen Sie Ihre Fassade jetzt prüfen – mit einem kostenlosen Dämm-Check von Pluimers Dämmtechnik. Unsere Experten beraten Sie individuell und zeigen, ob und wie eine Hohlraumdämmung im Altbau möglich ist.

Disclaimer

Die Informationen in diesem Blog dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Obwohl der Inhalt mit größter Sorgfalt erstellt wurde, übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit.

Die Anwendung der beschriebenen Methoden oder Empfehlungen erfolgt auf eigenes Risiko.

Bitte konsultieren Sie stets ein anerkanntes Dämmunternehmen oder einen bautechnischen Fachberater, bevor Sie Entscheidungen treffen oder Arbeiten durchführen.

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