Mit einer nachträglichen Kerndämmung lässt sich der U-Wert bei vielen älteren Gebäuden deutlich verbessern – und das schnell, sauber und ohne aufwendige Bauarbeiten.
Was beeinflusst den U-Wert?
Der U-Wert eines Bauteils – z. B. einer Außenwand – hängt von mehreren Faktoren ab:
- Material des Mauerwerks (z. B. Ziegel, Bims, Beton)
- Wandaufbau – einschalig oder zweischalig?
- Dicke der Wand
- Vorhandene oder fehlende Dämmschicht
- Wärmeleitfähigkeit (λ-Wert) der Materialien
Besonders zweischaliges Mauerwerk, wie es in vielen Altbauten zwischen den 1950er- und 1990er-Jahren verwendet wurde, bietet ein großes Potenzial: Der Hohlraum zwischen Innen- und Außenwand kann für eine effektive Kerndämmung genutzt werden.
Wie kann eine Kerndämmung den U-Wert verbessern?
Bei der Kerndämmung wird der Hohlraum im zweischaligen Mauerwerk mit einem Dämmstoff (z. B. EPS-Perlen) gefüllt. Das geschieht per Einblasdämmung – über kleine Bohrlöcher wird das Material gleichmäßig eingebracht und verdichtet.
Vorteile:
- Lückenlose Dämmschicht → Wärmebrücken werden minimiert
- Keine Veränderung der Fassade notwendig
- Schnelle Umsetzung – oft innerhalb eines Tages
Welche Materialien eignen sich zur U-Wert-Optimierung?
Nicht jeder Dämmstoff ist gleich – entscheidend ist der λ-Wert (Wärmeleitfähigkeit). Je niedriger der λ-Wert, desto besser die Dämmleistung.
Geeignete Einblasdämmstoffe für Kerndämmung:
EPS-Perlen
- λ-Wert ca. 0,035
- Sehr gute Dämmwirkung
- Wasserabweisend, setzungssicher
- Ideal für die meisten Kerndämm-Projekte
Mineralwolle (Glas- oder Steinwolle)
- λ-Wert ca. 0,035–0,040
- Nicht brennbar (Brandschutzklasse A1)
- Gute Schall- und Wärmedämmung
- Besonders geeignet bei Brandschutzanforderungen
Perlite
- λ-Wert ca. 0,045
- Natürlich, nicht brennbar
- Ideal für ökologische Sanierungen
Die Einblasmaschine wird individuell auf das Einblasdämmungs Material eingestellt, für optimale Verteilung und Dämmwirkung.
Ablauf: So funktioniert die nachträgliche Kerndämmung
z. B. mit Thermografie oder Endoskopie zur Prüfung auf Hohlräume
Setzen kleiner Bohrlöcher in der Fassade (später farblich angepasst)
- Einblasen des Dämmmaterials
Gleichmäßig unter Luftdruck eingebracht
Thermografische Kontrolle optional, Bohrlöcher werden sauber verschlossen
Die komplette Maßnahme ist meist in wenigen Stunden erledigt, ohne Schmutz oder Lärm im Wohnbereich.
Welche Vorteile bringt die U-Wert-Senkung konkret?
Einsparung von bis zu 20–30 % möglich – je nach Ausgangszustand
Gleichmäßige Raumtemperaturen, keine kalten Wandflächen, weniger Schimmelrisiko
- Erfüllung gesetzlicher Anforderungen:
Dämmmaßnahmen nach GEG (Gebäudeenergiegesetz) werden unterstützt – inkl. Förderfähigkeit
Ein besserer Energieausweis kann den Immobilienwert deutlich erhöhen
Ist mein Haus für Kerndämmung geeignet?
Besonders geeignet sind:
- Häuser mit zweischaligem Mauerwerk
- Baujahre etwa zwischen 1950 und 1990
- Gebäude ohne vorhandene Hohlschichtdämmung
- Fassaden in intaktem Zustand
So machen Sie Ihr Haus fit für die Zukunft
Eine nachträgliche Kerndämmung ist eine der effizientesten Möglichkeiten, den U-Wert der Außenwand zu senken – ganz ohne aufwändige Umbauten. Sie spart Heizkosten, verbessert das Raumklima und hilft, gesetzliche Vorgaben einzuhalten.
- Schnell umgesetzt
- Förderfähig (z. B. BAFA-Zuschuss, Steuerbonus)
- Nachhaltiger Beitrag zur Energiewende
Jetzt beraten lassen – und mit Pluimers prüfen, wie viel Energie Ihr Haus noch verliert.
Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit Kerndämmung gezielt Ihren U-Wert verbessern können.
Disclaimer
Die Informationen in diesem Blog dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Obwohl der Inhalt mit größter Sorgfalt erstellt wurde, übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit.
Die Anwendung der beschriebenen Methoden oder Empfehlungen erfolgt auf eigenes Risiko.
Bitte konsultieren Sie stets ein anerkanntes Dämmunternehmen oder einen bautechnischen Fachberater, bevor Sie Entscheidungen treffen oder Arbeiten durchführen.