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Was tun bei Feuchtigkeit in der Hohlwand?

Feuchtigkeit im Mauerwerk ist ein häufig unterschätztes Problem – besonders in Gebäuden mit zweischaligem Mauerwerk. Wird die Feuchtigkeit nicht rechtzeitig erkannt und beseitigt, kann sie langfristig zu Schimmelbildung, Energieverlusten und Bauschäden führen. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Ursachen Feuchtigkeit in der Hohlwand haben kann, wie Sie sie erkennen und welche Maßnahmen helfen, Ihr Zuhause dauerhaft zu schützen.

Ursachen von Feuchtigkeit in der Hohlwand

Feuchtigkeit in der Wand kann unterschiedliche Ursachen haben – abhängig vom Baujahr, der verwendeten Konstruktion und dem Zustand der Bausubstanz. Besonders ältere Häuser mit zweischaligem Mauerwerk – auch Hohlwand genannt – sind anfällig für aufsteigende Feuchtigkeit oder undichte Fugen.

Typische Ursachen sind:

  • Risse oder undichte Fugen in der Außenwand, durch die Regenwasser in die Hohlwand eindringen kann
  • Aufsteigende Feuchtigkeit von unten, etwa bei fehlender oder beschädigter Horizontalsperre (z. B. bei einem alten Haus mit Feuchtigkeit von unten)
  • Kondensfeuchte bei schlechter Belüftung und hoher Luftfeuchtigkeit im Innenraum
  • Wärmebrücken, die zu lokalem Temperaturabfall und Tauwasserbildung führen
  • Ungeeignete oder fehlende Dämmmaterialien in der Hohlwand, die keine kapillarbrechende Wirkung haben

Risiken durch Feuchtigkeit im Hohlmauerwerk

Feuchte Wände wirken nicht nur ästhetisch unangenehm, sondern schaden auch der gesamten Bausubstanz und Wohnqualität. Wenn Feuchtigkeit in der Wand verbleibt, kann das schwerwiegende Folgen haben:

  • Schimmelbildung – ein Gesundheitsrisiko, besonders bei feuchten Wänden im Wohnbereich
  • Verschlechterung der Wärmedämmung – feuchtes Dämmmaterial verliert seine Isolierwirkung, Wärmebrücken entstehen
  • Erhöhte Heizkosten – da mehr Energie benötigt wird, um feuchte Räume zu beheizen
  • Bauschäden – z. B. durch Frostabplatzungen, Rost an Metallteilen oder Abplatzungen des Putzes

Feuchtigkeit richtig erkennen

Eine feuchte Wand ist nicht immer sofort erkennbar. Typische Hinweise sind:

  • Verfärbungen oder Ausblühungen an der Wandoberfläche
  • Abblätternde Farbe oder Putz
  • Muffiger Geruch, insbesondere in wenig genutzten Räumen
  • Schimmelbildung, besonders in Ecken oder an Außenwänden
  • Kondenswasser an Innenwänden

Wer eine feuchte Wand erkennen möchte, sollte eine Feuchtigkeitsmessung an dieser durchführen. Dabei helfen Hygrometer oder spezielle Messgeräte für Feuchtigkeitswerte in der Wand. Die Messergebnisse geben Aufschluss darüber, wie feucht eine Wand wirklich ist und ob Maßnahmen erforderlich sind.

Wie feucht darf eine Wand sein?

Für Wohnräume gelten Feuchtigkeitswerte von unter 80 % (bei Widerstandsmessgeräten) bzw. unter 5 % (bei CM-Messung) als unbedenklich. Liegen die Werte darüber, sollte die Ursache schnellstmöglich geklärt werden.

Was tun? – Lösungen und Maßnahmen

Die richtige Maßnahme hängt davon ab, wie die Feuchtigkeit in die Wand gelangt ist. Diese Optionen stehen zur Verfügung:

Ursachenanalyse durch Experten

Eine professionelle Feuchtigkeitsmessung und Begutachtung durch Fachleute gibt Klarheit über das Ausmaß des Problems.

Trockenlegung der Hohlwand

Je nach Feuchtequelle kann die Wand geöffnet und getrocknet oder über spezielle Verfahren wie Luftaustrocknung oder Injektionstechnik behandelt werden.

Austausch ungeeigneter Dämmmaterialien

In manchen Fällen muss das alte Dämmmaterial aus dem Hohlraum entfernt und durch feuchtigkeitsresistente Dämmstoffe ersetzt werden.

Wiederherstellung der Bauphysik

Durch das Schließen von Rissen, wieder herstellen der Fugen, das Imprägnieren der Außenwand oder das Einbringen einer Horizontalsperre lassen sich viele Ursachen dauerhaft beheben.

Wie wird Feuchtigkeit aus einer gemauerten Hohlwand entfernt?

Feuchtigkeit in Hohlmauerwerk lässt sich durch gezielte Trocknungsmaßnahmen (z. B. mit Luftentfeuchtern, Heiztechnik oder Injektionen) entfernen. Wichtig ist dabei, auch die Ursache zu beseitigen – etwa durch Fassadenimprägnierung, Austausch des Dämmmaterials oder Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit.

Prävention: Wie Feuchtigkeit vermieden werden kann

Die wirkungsvollste Maßnahme gegen feuchte Wände ist die Prävention. Folgende Schritte helfen, Feuchtigkeit in den Wänden langfristig zu vermeiden:

  • Außenwand imprägnieren – schützt das Mauerwerk vor eindringender Nässe
  • Fassade regelmäßig prüfen – auf Risse, offene Fugen und beschädigte Bauteile
  • Lüften und Heizen – kontrollierte Raumluft senkt die Luftfeuchtigkeit
  • Geeignete Dämmstoffe verwenden – z. B. setzungssichere Mineralwolle oder EPS-Perlen mit geringer Wasseraufnahme
  • Kerndämmung professionell durchführen lassen – feuchte Hohlräume sind kein Ort für Do-it-yourself-Lösungen

Fazit: Feuchte Hohlwände frühzeitig erkennen und handeln

Feuchtigkeit in der Wand ist kein Schönheitsfehler, sondern ein ernstzunehmendes Bauproblem. Besonders in Hohl- oder zweischaligem Mauerwerk kann eindringende Nässe zu Wärmebrücken, Schimmel und Bauschäden führen. Wer feuchte Wände frühzeitig erkennt und geeignete Maßnahmen ergreift, schützt seine Immobilie und verbessert zugleich die Energieeffizienz.

Sie vermuten Feuchtigkeit in den Wänden oder wollen wissen, ob eine Hohlwanddämmung in Ihrem Haus noch intakt ist? Unsere Mitarbeiter bei Pluimers Dämmung beraten Sie gerne, unverbindlich vor Ort.

Disclaimer

Die Informationen in diesem Blog dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Obwohl der Inhalt mit größter Sorgfalt erstellt wurde, übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit.

Die Anwendung der beschriebenen Methoden oder Empfehlungen erfolgt auf eigenes Risiko.

Bitte konsultieren Sie stets ein anerkanntes Dämmunternehmen oder einen bautechnischen Fachberater, bevor Sie Entscheidungen treffen oder Arbeiten durchführen.

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