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In diesem Beitrag erfahren Sie, wie das zweischalige Mauerwerk im Altbau funktioniert, welche Risiken bestehen, und worauf Sie bei der Modernisierung achten sollten.

Wie funktioniert das zweischalige Mauerwerk im Altbau?

Ein typisches zweischaliges Mauerwerk im Altbau besteht aus:

  • einer tragenden Innenschale aus Ziegel oder Kalksandstein
  • einer äußeren Klinkerfassade als Wetterschutz
  • einer ungefüllten Luftschicht von ca. 4–7 cm Breite

Diese Luftschicht diente ursprünglich dem Schutz vor Feuchtigkeit – eine Dämmung war in vielen Altbauten nicht vorgesehen. Aus heutiger Sicht stellt das eine energetische Schwachstelle dar, denn der Wärmeverlust über ungedämmte Wände ist erheblich.

Typische Probleme bei älteren zweischaligen Wänden

  1. Wärmeverluste durch ungedämmte Luftschicht

Viele Altbauten verfügen noch über eine ungedämmte Luftschicht, die den Energieverbrauch erhöht: Im Winter geht Heizwärme verloren, im Sommer heizen sich die Räume rasch auf.

  1. Feuchtigkeitsprobleme

Mit der Zeit können sich in der Luftschicht Feuchtigkeit und Schmutz ablagern – z. B. durch defekte Fugen, Risse oder mangelhafte Dachanschlüsse. Das kann zu Schimmelbildung oder Frostschäden führen.

  1. Inhomogene Bausubstanz

Im Altbau ist die Qualität der Bausubstanz nicht immer einheitlich. Alte Mörtel, Ausblühungen oder beschädigte Steine können die Tragfähigkeit beeinträchtigen oder den Einbau moderner Dämmstoffe erschweren.

Was ist bei der Sanierung zu beachten?

Die wichtigste Maßnahme bei der energetischen Sanierung eines Altbaus mit zweischaligem Mauerwerk ist die Kerndämmung der Luftschicht.

Schritt 1: Analyse des Wandaufbaus

Mittels Endoskopie oder Probebohrungen prüfen Fachbetriebe, ob die Luftschicht ausreichend groß, sauber und trocken ist.

Schritt 2: Dämmmaterial auswählen

Je nach Wandaufbau eignen sich Materialien wie:

  • EPS-Perlen (wasserabweisend, setzungssicher)
  • Steinwolle (sehr guter Schall- und Brandschutz)
  • Zellulosefasern (umweltfreundlich, bei geeigneter Konstruktion)

Schritt 3: Einblasdämmung durchführen

Bei der Einblasdämmung zweischaliger Mauerwerke werden die Dämmstoffe über kleine Bohrlöcher in die Luftschicht eingeblasen – schnell, sauber und ohne größere Baumaßnahmen.

Schritt 4: Nachkontrolle und Versiegelung

Nach Abschluss der Arbeiten werden die Bohrlöcher verschlossen und die Dämmwirkung ggf. per Thermografie überprüft.

Denkmalschutz: Was darf man, was nicht?

Befindet sich der Altbau unter Denkmalschutz, gelten besondere Regeln:

  • Veränderungen an der Fassade (z. B. Entfernen oder Überdämmen des Klinkers) sind oft untersagt
  • Hausdämmungen, die von außen unsichtbar bleiben, sind meist zulässig, aber genehmigungspflichtig
  • Vor der Sanierung sollte Rücksprache mit der unteren Denkmalschutzbehörde gehalten werden

Tipp: Lassen Sie sich von einem Energieberater mit Erfahrung im Denkmalschutz begleiten – das erleichtert die Antragsstellung und Förderberatung.

Wirtschaftlichkeit & Fördermöglichkeiten

Eine Kerndämmung zweischaliger Altbauwände ist meist sehr wirtschaftlich, da:

  • keine umfangreichen Bauarbeiten notwendig sind
  • die Investitionskosten vergleichsweise gering sind (15–50 €/m²)
  • sich die Maßnahme oft nach 4–7 Jahren amortisiert

Förderprogramme:

  • BAFA-Förderung für Einzelmaßnahmen (bis zu 15 % Zuschuss)
  • KfW-Förderung für Effizienzhaus-Sanierungen
  • Steuerliche Förderung von bis zu 20 % über drei Jahre
  • Regionale Programme von Städten und Bundesländern

Fazit: Zweischalige Altbauwand – mit moderner Dämmung zukunftssicher machen

Ein zweischaliges Mauerwerk im Altbau ist keineswegs ein Auslaufmodell – im Gegenteil: Mit gezielter Kerndämmung, professioneller Analyse und ggf. denkmalgerechter Ausführung lässt sich die Energieeffizienz deutlich steigern, ohne die Fassade zu verändern.

Ob Einblasdämmung, Bausubstanzanalyse oder Förderberatung – Pluimers Dämmung unterstützt Sie bei der energetischen Aufwertung Ihrer Altbauwand: kompetent, transparent und individuell.

Disclaimer

Die Informationen in diesem Blog dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Obwohl der Inhalt mit größter Sorgfalt erstellt wurde, übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit, Aktualität oder Richtigkeit.

Die Anwendung der beschriebenen Methoden oder Empfehlungen erfolgt auf eigenes Risiko.

Bitte konsultieren Sie stets ein anerkanntes Dämmunternehmen oder einen bautechnischen Fachberater, bevor Sie Entscheidungen treffen oder Arbeiten durchführen.

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